Auch wenn man sich gesund ernährt, ist es schwierig Giftstoffen aus dem Weg zu gehen. Denn nicht nur ungesunde Ernährung belastet den Körper, auch Umwelteinflüsse strapazieren ihn. Die Folge: Wichtige Organe wie Leber und Nieren sind im Dauerstress. Das spürt man dann auch schnell, denn während die Organe mit dem Giftabbau beschäftigt sind, wird man selber träge und müde.

Doch du solltest dir keine großen Sorgen machen, denn es ist nicht schwierig selber etwas für eine gute Entgiftung zu tun. Es gibt viele altbewährte Hausmittel, die unsere Entgiftungsorgane schonen und dazu beitragen, dass Schadstoffe schnell aus unserem Körper entfernt werden. Einige davon brauchst du gar nicht zu kaufen, sondern kannst sie kostenlos bei jedem Spaziergang im Grünen aufsammeln. Wir haben für dich 7 Hausmittel gefunden, die zu einer besseren Entgiftung beitragen.

1. Mit Ingwer die Leber entgiften

Die Leber leistet jeden Tag Schwerstarbeit, deshalb sollte man ihr auch einmal eine Pause gönnen. Eine Möglichkeit die Leber zu entgiften, bietet Ingwer. Die Gewürzpflanze enthält viele Bitterstoffe wie Gingerol, welche die Produktion von Gallenflüssigkeit anregen, was wiederum der Leber gut tut. Am besten ist es dabei, wenn du rohen Ingwer in Scheiben schneidest. So kannst du das Gewürz z.B. als Ingwertee oder als Ingwersalat (besonders empfehlenswert mit Karotten oder Gurken) nutzen.

2. Mit Brennnesseln den Körper entschlacken

Warum teures Gemüse kaufen, wenn man die besten Heilpflanzen direkt vor der Haustür hat? Du findest Brennnesseln in fast jedem Garten. Auch bei einem Spaziergang in der freien Natur ist es schwierig, die grünen Pflanzen zu ignorieren. Dabei sind sie weit davon entfernt, lästiges Unkraut zu sein: Brennnesseln enthalten viele Flavonoide, welche die Nierenfunktion und den Harndrang anregen und so den Körper entgiften. Besonders einfach kann man sie dabei als Brennnesseltee oder als Brennnesselsalat zubereiten. Du solltest aber nicht vergessen die Brennnesseln vorher abzuwaschen. Und für das Sammeln gilt: Festes Schuhwerk und Handschuhe zum Pflücken sind ein Muss!

3. Grüner Tee entgiftet und entwässert

Eines der besten Hausmittel zum Entgiften ist grüner Tee. Dieser wird aus unoxidierten Blättern hergestellt und ist daher sehr reich an Antioxidantien. Besonders Epigallocatechingallat, ein Catechin, das freie Radikale bindet, trägt dazu bei, dass Leber und Nieren entgiftet werden. Außerdem regt der Tee den Harndrang an und spült Giftstoffe so schneller aus dem Körper. Wenn du über mehrere Wochen hinweg 3 Tassen grünen Tee pro Tag trinkst, kannst du deinen Körper gut entgiften.

4. Artischocken entlasten die Leber

Artischocken sind eine hervorragende Möglichkeit zu entgiften, denn sie enthalten viele Bitterstoffe, die vor allem dazu führen, dass der Körper mehr Gallenflüssigkeit produziert. Dadurch wird die Leber entgiftet, sie kann besser ihrer Arbeit nachgehen und schädliche Giftstoffe verarbeiten. Du kannst Artischocken roh essen, es ist aber auch hilfreich und lecker sie z.B. als Artischocken-Tee, Salatzutat oder als Bestandteil einer Gemüsesuppe zu verzehren.

Artischocken

5. Mit Knoblauch werden Gifte schneller ausgeschieden

Knoblauch ist zwar nicht jedermanns Sache, hat aber viele entgiftende Eigenschaften. Denn die Pflanze aktiviert viele Leberenzyme, wodurch die Leber besser arbeitet und Gifte schneller ausgeschieden werden. Die Inhaltsstoffe Allicin und Selen bewirken außerdem, dass die Leber selbst besser entgiftet wirkt. Zur Entgiftung solltest du frischen, rohen Knoblauch nehmen, zwei rohe Knoblauchzehen täglich können schon einen großen Unterschied ausmachen. Du hast Bedenken wegen des Geruchs? Dann kannst du Knoblauch auch mit geruchsneutralisierendem Zitronensaft zu dir nehmen. Auch eine Gemüsesuppe mit Knoblauch kann deinen Atem schonen.

6. Löwenzahn regt die Nierenfunktion an

Auf fast jeder Wiese kann man Löwenzahn finden, doch nur die wenigsten wissen etwas mit der Pflanze anzufangen. Das ist schade, denn damit verpasst man ein wirksames und praktisch kostenloses Hausmittel zum Entgiften. Denn Löwenzahn regt die Tätigkeit der Nieren an, sie arbeitet schneller und verarbeitet so die Giftstoffe, die den Körper plagen. Da Löwenzahn außerdem die Blasenfunktion stimuliert, werden die Gifte sehr gut ausgeschieden. Du kannst Löwenzahn auf viele Arten verwenden, z.B. als Löwenzahntee, als Löwenzahnsalat oder als Zutat für einen grünen Smoothie.

7. Rote Beete: Reich an Antioxidantien und Ballaststoffen

Rote Beete enthält viele Antioxidantien, die dazu beitragen freie Radikale zu binden und besonders die Leber zu entgiften. Außerdem verfügt sie über viele Ballaststoffe, die Gifte im Darm binden können. Wenn du also entgiften möchtest, solltest du über Rote Beete nachdenken. Du kannst sie nicht nur als Salatzutat nutzen, sondern auch zu einem leckeren und gesunden Smoothie verarbeiten. Ebenfalls zum Entgiften geeignet ist Rote-Beete-Saft, den du vor jeder Mahlzeit trinken kannst.

8. Mit Natron über die Füße entgiften

Kaum ein Körperteil hat so viele Poren wie der Fuß. Doch nur wenige nutzen dieses Potential zur Entgiftung. Mit einem basischen Natron-Fußbad kannst du dies ändern. Es wirkt nicht nur entspannend, sondern kann dem Körper auch überschüssige Säuren und Giftstoffe entziehen. Du brauchst dafür wirklich nicht viel, nur eine Fußwanne, zwei Esslöffel Natron, ein wenig Wasser und ungefähr 15 Minuten Zeit.

9. Apfelessig zum Entgiften: Die Kraft der natürlichen Essigsäuren nutzen

Apfelessig ist ein vergleichsweise milder Essig, den man sogar selber herstellen kann. Er hat eine lange Geschichte als Hausmittel und kann besonders gut zur Entgiftung genutzt werden. Denn die enthaltenen Essigsäuren aktivieren die Leberfunktionen und töten schädliche Bakterien im Darm ab, so dass Gifte schneller aus dem Körper ausgeschieden werden. Du solltest dabei aber darauf achten den Apfelessig nicht pur zu trinken, da dies schädlich sein kann. Besser ist es, täglich ein Glas verdünnten Apfelessig zu sich zu nehmen. Du musst dafür nur 1 bis 2 Esslöffel Apfelessig in ein Glas lauwarmes Wasser mischen.

10. Mariendistel schützt die Leber

Die Mariendistel ist nicht nur eine sehr hübsche Begleiterin auf Ausflügen in die Natur, sie hat auch eine lange Tradition als Heilpflanze. Schon vor Jahrhunderten wurde sie genutzt, um Leberschäden, z.B. nach dem Essen giftiger Beeren, zu behandeln. Grund dafür ist die Flavonoid-Mischung Silymarin, welche die Leber stärkt und ihr dabei hilft, sich selbst und den Körper zu entgiften. Silymarin ist in seiner reinsten Form in einer Mariendistel-Tinktur anzutreffen, die man mit etwas medizinischem Alkohol und Geduld ganz einfach selber zuhause herstellen kann. Wenn du ein paar Tropfen dieser Tinktur täglich in ein Getränk wie Tee gibst, kannst du deinem Körper etwas wirklich Gutes tun!

Autor: Nick
Über den Autor: Nick teilt auf Alte-Hausmittel.com mit seinen Lesern alles über seine Leidenschaft: Eine gesunde Lebensweise mit Hausmitteln, Nahrungsergänzungs- und sonstigen Hilfsmittelchen. So erfahren Leser seines Blogs u.a mehr über Detox, Apfelessig und Pilates.

Print Friendly, PDF & Email